Die Frage nach den E-Auto Unterhalt Kosten beschäftigt viele Autofahrer. Während der Anschaffungspreis häufig im Fokus steht, entscheidet im Alltag etwas anderes: die laufenden Kosten. Wenn Du ein E-Auto kaufst, solltest Du nicht nur auf den Kaufpreis achten, sondern die Summe aller Faktoren berücksichtigen, die über Jahre hinweg eine Rolle spielen.

In diesem Überblick erfährst Du, welche Kosten beim E-Auto auf Dich zukommen, wie sich Elektroautos im Vergleich zu Benziner oder Diesel schlagen und ob E-Autos günstiger sind als klassische Verbrenner.

Inhaltsverzeichnis

Was kostet mich ein Elektroauto im Unterhalt?

Beim E-Auto setzen sich die Unterhaltskosten aus mehreren Bereichen zusammen. Entscheidend sind Wartung, Kfz-Steuer, Versicherung, Stromkosten, Wertverlust und mögliche Reparaturen. Die laufenden Kosten eines E-Autos können je nach Modell, Fahrleistung und Nutzung deutlich variieren.

Im Vergleich zum Verbrenner sind die Unterhaltskosten beim Elektroauto häufig niedriger. Studien zeigen, dass die Wartungskosten bei Elektroautos im Schnitt etwa 35 Prozent günstiger sind als bei Benziner oder Diesel. Allein dieser Faktor beeinflusst die Gesamtkosten erheblich.

Anschaffung und Anschaffungspreis im Vergleich

Elektroautos sind in der Anschaffung aktuell teurer als viele Autos mit Verbrennungsmotor. Der Anschaffungspreis für ein fabrikneues E-Auto liegt je nach Modell meist zwischen 20.000 und 50.000 Euro. Damit sind die Anschaffungskosten höher als bei vielen vergleichbaren Benziner- oder Diesel-Modellen.

Allerdings spielt nicht nur der Kaufpreis eine Rolle, sondern auch der Wertverlust des Fahrzeugs. Der Wertverlust ist einer der wichtigsten Kostentreiber bei Autos. Je nach Modell kann ein E-Auto hier inzwischen stabilere Restwerte erreichen als frühere Generationen von Elektrofahrzeugen.

Die staatliche E-Auto Förderung in Form des Umweltbonus wurde Ende 2023 eingestellt. Dadurch liegt der Fokus noch stärker auf den tatsächlichen Unterhaltskosten und Betriebskosten.

Kfz-Steuer beim E-Auto

Ein großer Vorteil beim E-Auto ist die Kfz-Steuer. Reine Elektroautos sind in Deutschland für die ersten 10 Jahre nach Erstzulassung von der Kfz-Steuer befreit. Diese Steuerbefreiung reduziert die laufenden Kosten erheblich.

Nach Ablauf der Steuerbefreiung richtet sich die Kfz-Steuer nach dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs. Im Vergleich zu Verbrennern bleibt die Steuer beim Elektroauto meist günstiger.

Die Kfz-Steuer ist somit ein zentraler Faktor im Vergleich der Unterhaltskosten zwischen E-Auto und Verbrenner.

Versicherung und Kfz-Versicherung im Vergleich

Die Kfz-Versicherung hängt stark vom Modell, der Typklasse und Deiner Schadenfreiheitsklasse ab. Viele E-Auto Fahrer profitieren davon, dass Elektroautos in niedrigere Typklassen eingestuft werden. Dadurch kann die Versicherung günstiger sein als bei Benziner oder Diesel.

Allerdings können Vollkaskoversicherungen für Elektroautos bis zu 44 Prozent teurer sein als für vergleichbare Verbrenner. Das liegt vor allem am höheren Anschaffungspreis und am Wert des Akkus.

Im Gesamtvergleich bewegen sich die Kosten für Versicherung beim E-Auto oft auf einem ähnlichen Niveau wie bei Verbrenner-Modellen.

Wartung und Wartungskosten

Wartung beim Elektroauto: Der Elektroantrieb besitzt weniger bewegliche Bauteile als ein Verbrennungsmotor, wodurch die Wartungskosten häufig niedriger ausfallen.

Die Wartung ist einer der größten Unterschiede zwischen Elektroauto und Verbrennungsmotor. Ein Elektroantrieb besitzt deutlich weniger bewegliche Bauteile als ein Verbrennungsmotor. Beim E-Auto entfallen Ölwechsel, Kupplung, Abgasanlage und viele klassische Verschleißteile.

Die Wartungskosten liegen laut Marktanalysen rund 35 Prozent unter denen von Benziner oder Diesel. Die Inspektionsintervalle sind ähnlich wie bei Verbrenner-Modellen und liegen meist bei ein bis zwei Jahren. Die Kosten pro Service bewegen sich häufig zwischen 100 und 300 Euro.

Auch die Hauptuntersuchung ist beim Elektroauto günstiger, da die Abgasuntersuchung entfällt.

Reparaturen und Folgekosten

Lithium-Ionen-Akku eines Elektroautos mit Hochvolt-Kabeln – wichtiger Kostenfaktor beim E-Auto.

Trotz geringerer Wartungs- und Servicekosten können Reparaturen beim Elektroauto teuer sein, insbesondere wenn Hochvolt-Komponenten betroffen sind. Der Akku ist das teuerste Bauteil des Fahrzeugs.

Ein Austausch des Akkus kann mehrere Tausend Euro kosten. Moderne Lithium-Ionen-Akkus sind jedoch auf hohe Laufleistungen ausgelegt. Hersteller geben häufig acht Jahre Garantie oder bis zu 160.000 Kilometer. Die Akkuladung und eine schonende Nutzung beeinflussen die Lebensdauer maßgeblich.

In der Praxis zeigt sich, dass größere Reparaturen beim E-Auto seltener auftreten als beim Verbrenner, da weniger Verschleißteile vorhanden sind.

Stromkosten und Laden im Alltag

E-Auto lädt an Wallbox zu Hause – geringere Stromkosten pro 100 km

Der größte Unterschied zeigt sich bei den Stromkosten im Vergleich zu Kraftstoff. Ein E-Auto verbraucht im Durchschnitt 15 bis 20 kWh pro 100 km. Bei Strompreisen von etwa 30 bis 40 Cent pro kWh zu Hause ergeben sich Kosten von rund 5 bis 8 Euro pro 100 km.

An öffentlichen Ladesäulen können die Strompreise je nach Anbieter zwischen 39 und 89 Cent pro kWh liegen. Je nach Anbieter und Ladeort variieren die Stromkosten deutlich. Ein Ladekarten Vergleich hilft Dir, den günstigsten Tarif für Dein Ladeverhalten zu finden.

E-Auto lädt an öffentlicher Ladesäule – Stromkosten pro 100 km variieren je nach Anbieter

Zum Vergleich: Ein Benziner mit 7 Litern Verbrauch bei 1,75 Euro pro Liter verursacht etwa 12,25 Euro pro 100 km. Hier zeigt sich klar, dass die Energiekosten beim E-Auto in der Regel günstiger sind als bei Verbrenner-Autos.

Das Laden an der heimischen Wallbox ist meist günstiger als öffentliches Schnellladen. Einige Supermärkte oder Restaurants bieten kostenlose Ladesäulen an, was die Betriebskosten weiter senken kann.

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Was kostet ein E-Auto pro Monat?

Wenn Du alle Faktoren zusammenrechnest, ergeben sich beim E-Auto monatliche Kosten, die stark von Fahrleistung und Modell abhängen.

Fährst Du 15.000 km im Jahr, entstehen allein für Energie bei durchschnittlich 6 Euro pro 100 km rund 900 Euro pro Jahr. Bei einem Verbrenner mit 12 Euro pro 100 km wären es 1.800 Euro. Bereits hier spart das E-Auto rund 900 Euro jährlich.

Kostenvergleich 100 km E-Auto vs Benziner – Stromkosten und Kraftstoffkosten im Vergleich

Hinzu kommen geringere Wartungskosten und die eingesparte Kfz-Steuer. In Summe können die jährlichen Unterhaltskosten eines E-Autos um über 1.000 Euro niedriger ausfallen als bei einem vergleichbaren Verbrenner.

Ist ein Elektroauto im Alltag wirklich günstiger?

Aus wirtschaftlicher Sicht hängt die Antwort von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind Fahrleistung, Ladeinfrastruktur, Strompreise und Anschaffungskosten.

Bei hoher Fahrleistung und regelmäßigem Laden zu Hause sind Elektroautos im Unterhalt häufig günstiger als Benziner oder Diesel. Bei sehr geringer Nutzung oder ausschließlich teurem Schnellladen kann sich der Kostenvorteil verringern.

Im direkten Vergleich zeigt sich jedoch, dass die laufenden Kosten beim Elektroauto in vielen Szenarien niedriger sind als beim Verbrenner.

Plug-in-Hybrid als Alternative

Ein Plug-in-Hybrid kombiniert Elektroantrieb und Verbrennungsmotor. Plug-in-Hybride können kurze Strecken elektrisch fahren, benötigen jedoch weiterhin Kraftstoff.

Im Unterhalt liegen Plug-in-Hybride meist zwischen reinem E-Auto und klassischem Verbrenner. Die Kfz-Steuer fällt höher aus als beim Elektroauto, aber niedriger als bei manchen Benziner-Modellen.

Wertverlust als wichtiger Kostentreiber

Der Wertverlust spielt bei Autos eine zentrale Rolle. Auch beim E-Auto beeinflusst der Restwert die Gesamtkosten erheblich. Technologische Entwicklungen, Reichweite und Modellpflege wirken sich auf den Preis aus.

Je nach Modell kann der Wertverlust bei Elektroautos inzwischen vergleichbar mit Verbrenner-Modellen sein. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich vor dem Kauf.

Welche Kosten kommen bei einem Elektroauto auf mich zu?

Beim Elektroauto entstehen Kosten für Anschaffung, Versicherung, Strom, Wartung, Service und gegebenenfalls Reparaturen. Hinzu kommen optionale Investitionen wie eine Wallbox.

Nicht zu unterschätzen sind auch indirekte Faktoren wie Wertverlust oder unterschiedliche Tarife je nach Anbieter beim Laden.

Fazit: Sind E-Autos günstiger als Verbrenner?

Ob E-Autos günstiger sind, hängt vom individuellen Fahrprofil ab. In vielen Fällen sind die Unterhaltskosten beim E-Auto niedriger als bei Benziner oder Diesel. Besonders bei hoher Fahrleistung und günstigen Strompreisen entstehen deutliche Vorteile.

Beim Vergleich aller Faktoren zeigt sich, dass Elektroautos im Unterhalt oft günstiger sind als Verbrenner. Entscheidend ist eine ehrliche Gesamtrechnung aus Anschaffung, Betriebskosten, Wartung, Steuer und Wertverlust.

Wenn Du Dein Fahrprofil realistisch bewertest, kannst Du klar erkennen, ob sich ein E-Auto für Dich wirtschaftlich lohnt.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Elektroauto im Unterhalt pro Monat?

Die monatlichen Unterhaltskosten hängen stark von Fahrleistung und Modell ab. Bei 15.000 km im Jahr liegen die Energiekosten bei etwa 75 Euro pro Monat. Zusammen mit Versicherung, Wartung und eingesparter Kfz-Steuer sind E-Autos im Unterhalt häufig günstiger als vergleichbare Verbrenner.

Ist ein Elektroauto günstiger als ein Benziner?

In vielen Fällen ja. Besonders bei den laufenden Kosten wie Wartung, Kfz-Steuer und Energiekosten haben E-Autos klare Vorteile. Die Wartungskosten liegen im Schnitt rund 35 Prozent unter denen eines Verbrenners. Der Anschaffungspreis ist allerdings häufig noch höher.

Wie hoch sind die Wartungskosten beim E-Auto?

Die Wartungskosten liegen laut Marktanalysen rund 35 Prozent unter denen von Benziner oder Diesel. Da Ölwechsel, Kupplung und Abgasanlage entfallen, kosten Inspektionen meist zwischen 100 und 300 Euro.

Muss ich für ein E-Auto Kfz-Steuer zahlen?

Reine Elektroautos sind in Deutschland für die ersten 10 Jahre nach Erstzulassung von der Kfz-Steuer befreit. Danach richtet sich die Steuer nach dem zulässigen Gesamtgewicht und bleibt in der Regel günstiger als beim Verbrenner.

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