Du willst elektrisch fahren, weißt aber nicht, ob du kaufen, leasen oder finanzieren sollst? Damit bist du nicht allein. Die Frage entscheidet über mehrere tausend Euro – und darüber, wer am Ende deine jährliche THG-Prämie kassiert.

In diesem Artikel bekommst du einen Überblick über alle wichtigen Aspekte zum Thema E-Auto kaufen oder leasen. Elektromobilität – kurz auch E-Mobilität genannt – stellt viele vor genau diese Entscheidung, weil Elektroautos sich grundlegend anders finanzieren als Verbrenner. Am Ende weißt du, welche Lösung zu dir passt: zum Vielfahrer, zur Familie, zum Gewerbe.

Mit unserem Leasing- vs. Kaufrechner kannst du außerdem direkt vergleichen, welche Option für dich am sinnvollsten ist.

Inhaltsverzeichnis

E-Auto kaufen oder leasen 2026 – die Entscheidung hängt von deinem Fahrprofil ab.

Kaufen, leasen, finanzieren: die drei Modelle kurz erklärt

Bevor wir rechnen, kurz die wichtigsten Informationen und Grundlagen. Die drei Optionen unterscheiden sich vor allem darin, wem das Auto gehört und wer das Wertverlust-Risiko trägt. Vor allem beim Vergleich der Angebote verschiedener Anbieter lohnt es sich, alle drei Varianten zu kennen.

  • Kauf: Das Auto gehört dir. Du trägst Anschaffung und Wertverlust selbst, hast dafür freie Werkstattwahl, unbegrenzte Kilometer und keinen Rückgabestress.

  • E-Auto-Leasing: Du zahlst nur für die Nutzung. Eigentümer bleibt der Leasinggeber. Üblich ist heute fast immer das Kilometerleasing mit fester Laufleistung – jeder Mehrkilometer kostet extra. Vorteile: planbare monatliche Raten, kein Restwert-Risiko, Zugang zu neuen Modellen. Nachteile: keine Eigentumsbildung, Kilometerbeschränkung, Vollkaskopflicht (Quelle: ADAC).

  • Finanzierung: Du kaufst auf Kredit und zahlst in Raten. Am Ende gehört das Auto dir – wie beim Barkauf, nur gestreckt.

Tipp: Beim Vergleich zählt nie die Monatsrate allein. Entscheidend sind die Gesamtkosten über die ganze Laufzeit – Anschaffung, Wertverlust, Versicherung, Wartung, Strom.

Der Knackpunkt 2026: das Restwert-Risiko

Hier liegt der größte Unterschied zwischen Kauf und Leasing. Und 2026 ist er besonders spürbar.

E-Autos verlieren aktuell deutlich mehr an Wert als vergleichbare Verbrenner. Laut der Deutschen Automobil Treuhand erzielten drei Jahre alte E-Autos im März 2025 nur noch 51,5 Prozent ihres ehemaligen Listenpreises. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – Benziner und Diesel – kamen auf 62 bis 64 Prozent (Quelle: DAT). Die Schere geht also auseinander.

Der Grund: Eine Welle von Leasingrückläufern aus den Boomjahren 2022 und 2023 drückt auf die Gebrauchtpreise. Dazu kommen schnelle Technik-Sprünge bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit, die ältere Modelle schneller alt aussehen lassen.

Allerdings ändert sich das Bild gerade. Die großen Technologiesprünge sind weitgehend vorbei, und der ADAC erwartet, dass die Restwert-Entwicklung künftig stabiler wird (Quelle: ADAC).

Konkret heißt das für die Modellfrage:

  • Beim Leasing trägt der Leasinggeber das Restwert-Risiko (beim üblichen Kilometerleasing). Sinkt der Wert stärker als kalkuliert, ist das nicht dein Problem.

  • Beim Kauf trägst du es selbst. Verkaufst du nach drei Jahren, schlägt der hohe Wertverlust direkt auf deine Rechnung.

Das ist das stärkste Argument fürs Leasing in der aktuellen Marktphase – und wir kommen gleich darauf zurück.

THG-Prämie: nur der Halter kassiert

Jetzt kommt ein Punkt, der in vielen Vergleichen untergeht – und der bares Geld wert ist. Wenn du ein reines Elektroauto fährst, kannst du jedes Jahr die THG-Prämie beantragen. Du verkaufst quasi das eingesparte CO₂.

Entscheidend ist eine Frage: Wer steht als Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil I? Denn die Berechtigung liegt ausschließlich beim eingetragenen Halter (Quelle: ADAC).

  • Beim Kauf bist du automatisch Halter. Die Prämie gehört dir – Jahr für Jahr, solange das Auto auf dich zugelassen ist.

  • Beim Leasing kommt es auf den Vertrag an. Stehst du als Halter im Fahrzeugschein, kannst du die Prämie beantragen. Ist die Leasinggesellschaft als Halterin eingetragen, kassiert sie – nicht du (Quelle: ENBW).

Achtung: Lies deinen Leasingvertrag genau. Bei vielen Verträgen wird der Leasingnehmer als Halter eingetragen – dann läuft alles wie bei einem gekauften E-Auto. In Einzelfällen bleibt aber der Leasinggeber Halter, und die Prämie ist für dich weg.

Den Antrag stellst du über einen Anbieter, der die Quote beim Umweltbundesamt einreicht. Beleg ist eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I. Die Frist für das laufende Jahr endet jeweils im November. Beantragen musst du sie jährlich neu (Quelle: ADAC).

Wer also den THG-Vorteil sicher mitnehmen will, fährt mit dem Kauf am eindeutigsten – dort ist die Halterfrage nie strittig. Mehr dazu, ob sich der Umstieg für dich generell lohnt, liest du in unserem Beitrag Lohnt sich ein E-Auto.

Wann sich der Kauf rein rechnerisch lohnt

Rein rechnerisch lohnt sich der Kauf vor allem dann, wenn du das Auto lange behältst und viel fährst.

Der Hebel ist die Wertverlust-Kurve. Der größte Wertverlust passiert unmittelbar nach der Erstzulassung und flacht danach ab (Quelle: ADAC). Wer ein E-Auto fünf, sechs Jahre oder länger fährt, sitzt den steilen Teil dieser Kurve einfach aus.

Der Kauf passt zu dir, wenn:

  • du dein Auto lange nutzen willst (Faustregel: ab etwa fünf Jahren).

  • du viele Kilometer fährst – im Leasing kostet jeder Mehrkilometer, und Verträge bieten meist nur bis rund 50.000 Kilometer an (Quelle: ADAC).

  • du die THG-Prämie ohne Wenn und Aber jedes Jahr mitnehmen willst.

  • dir freie Werkstattwahl und kein Rückgabe-Theater wichtig sind.

Dazu kommt: Reine E-Autos sind bis Ende 2030 von der Kfz-Steuer befreit, danach gilt ein reduzierter Satz (Quelle: ADAC). Und die Wartung fällt günstiger aus als beim Verbrenner – weniger bewegliche Teile, kein Ölwechsel. Reparaturen am Elektromotor sind insgesamt seltener, und regelmäßige Inspektionen beschränken sich auf Bremsen, Reifen und Flüssigkeiten. Keine Zündkerzen, kein Zahnriemen, kein Getriebeöl. Das senkt die laufenden Kosten spürbar – einer der größten Vorteile beim Kauf. Der Nachteil: Du trägst Wertverlust und Reparaturrisiko selbst. Dazu kommt: Wer zu Hause laden kann, zahlt deutlich weniger als beim Laden an öffentlichen Stationen. Als Eigentümer kannst du beim günstigeren Nachttarif laden und so Elektroautos als Alltagsfahrzeuge maximal kosteneffizient nutzen.

Wann Leasing die klügere Wahl ist

E-Auto-Leasing ist immer dann attraktiv, wenn du dich nicht festlegen willst (Quelle: ADAC).

In der aktuellen Marktphase ist das mehr als Bequemlichkeit. Weil die E-Auto-Restwerte unter Druck stehen, schiebst du das Risiko schlicht von dir weg. Du nutzt das Auto, gibst es zurück, fertig.

Die Vorteile von Elektroauto-Leasing sprechen in der Theorie für sich: Restwert-Schutz, technologische Flexibilität, planbare Leasingraten. Die Nachteile solltest du aber kennen: Du kannst nicht frei entscheiden, wo du lädst, eine Vollkaskoversicherung ist Pflicht, und jeder Mehrkilometer kostet extra.

Elektroauto-Leasing passt zu dir, wenn:

  • du alle paar Jahre das neueste Modell fahren willst – bei E-Autos mit ihren schnellen Technik-Sprüngen ein echtes Argument.

  • du das Restwert-Risiko nicht selbst tragen willst.

  • du planbare Monatskosten brauchst statt einer hohen Einmalsumme.

  • deine Jahreskilometer überschaubar sind und sich gut kalkulieren lassen.

Beachte außerdem: Eine Vollkaskoversicherung ist beim E-Auto-Leasing in der Regel Pflicht. Der Service beim Elektrofahrzeug ist zwar günstiger als beim Verbrenner, aber auch beim Leasing entstehen laufende Service-Kosten. Das erhöht die monatlichen Gesamtkosten im Vergleich zum Kauf, wo du selbst über den Versicherungsumfang entscheidest. Informationen zu den aktuellen Konditionen findest du direkt beim jeweiligen Anbieter.

Allerdings: 2026 sind kürzere Laufzeiten in Mode, oft 24 Monate. Das klingt flexibel, kostet aber pro Monat mehr – weil die Wertverlust-Kurve am Anfang am steilsten ist (Quelle: Autobanken.de). Wer länger binden kann, fährt mit 36 oder 48 Monaten meist günstiger.

Leasing oder Kauf: Rein rechnerisch zählen die Gesamtkosten über die Laufzeit.

Leasingvarianten: Restwert- und Kilometerleasing erklärt

Nicht jeder Leasingvertrag funktioniert gleich. Zwei Varianten dominieren den Markt – und bei der Auswahl von E-Auto-Leasing-Angeboten solltest du genau verstehen, worin der Unterschied liegt. Vor allem das Thema Restwert-Leasing versus Kilometer-Leasing ist für Elektroautos besonders relevant. Auch der Leasinggeber und die Leasinglaufzeit (typisch: 24–48 Monate) beeinflussen, welche Elektroauto-Leasing-Konditionen du bekommst. Beide Leasingvarianten haben klare Vorteile und Nachteile.

Kilometerleasing ist heute die Standardform im E-Auto-Leasing. Du vereinbarst eine feste Jahreskilometerleistung. Jeder Mehrkilometer kostet extra, nicht gefahrene Kilometer bekommst du anteilig zurück. Das Restwert-Risiko liegt beim Leasinggeber – deine Monatsrate bleibt planbar, deine Entscheidung überschaubar. Elektroauto-Leasing nach dem Kilometermodell hat den klaren Vorteil, dass du zuhause laden kannst, wie du willst, solange du das Limit einhältst.

Restwertleasing funktioniert anders: Der Leasinggeber schätzt den Fahrzeugrestwert am Laufzeitende vorab. Fällt der tatsächliche Marktwert des Elektrofahrzeugs darunter, musst du die Differenz ausgleichen. Angesichts der derzeit schwierigen Restwert-Situation bei Elektroautos ist das ein Risiko, das du kennen solltest. Für Privatnutzer ist Kilometerleasing deshalb meist die sicherere Leasing-Option.

Batterie-Leasing: Akku separat mieten

Einige Hersteller haben früher das Batterie-Leasing angeboten: Das Elektrofahrzeug wird gekauft, der Akku mit neuen Technologien separat gemietet. Das senkt den Anschaffungspreis und überträgt das Risiko gealterter Batterien auf den Hersteller. Dieses Modell ist bei Neuwagen heute kaum noch verbreitet, taucht aber noch bei älteren Gebrauchtfahrzeugen auf. Beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos lohnt sich deshalb immer ein genauer Blick: Besteht ein laufendes Batterieleasing-Verhältnis, läuft es auf dich über.

Leasingfaktor: dein schneller Qualitäts-Check

Bevor du einen Leasingvertrag unterschreibst, prüfe den Leasingfaktor. Er gibt das Verhältnis der monatlichen Leasingrate zum Bruttolistenpreis des Fahrzeugs an. Ein Leasingfaktor unter 0,75 gilt als attraktiv. Liegt er über 1,0, kann der Kauf unter dem Strich günstiger werden. So erkennst du auf einen Blick, ob du ein wirklich gutes Angebot vor dir hast – oder ob die Leasingangebote vergleichsweise teuer sind.

Finanzierung: der Mittelweg

Die Finanzierung ist im Kern ein gestreckter Kauf. Am Ende gehört dir das Auto, du verteilst die Kosten in monatlichen Raten über die Laufzeit. Die Raten sind oft ähnlich hoch wie beim E-Auto-Leasing, allerdings mit Eigentum am Ende.

Das passt zu dir, wenn du das Auto behalten willst, aber keine große Summe auf einmal aufbringen kannst oder möchtest. Du sicherst dir den vollen Eigentums-Vorteil – inklusive THG-Prämie – ohne dein Erspartes komplett zu binden.

Der Haken: Du trägst trotzdem das volle Restwert-Risiko, genau wie beim Barkauf. Und Zinsen kommen obendrauf. Rein rechnerisch lohnt sich die Finanzierung gegenüber dem Barkauf nur, wenn dein Geld an anderer Stelle mehr bringt als der Kreditzins kostet.

Tipp: Vergleiche die Effektivzinsen mehrerer Anbieter. Hersteller-Banken locken oft mit niedrigen Zinsen, koppeln das aber an bestimmte Modelle oder Anzahlungen.

E-Auto für die Familie: worauf es ankommt

Bei einem Familien-E-Auto verschieben sich die Prioritäten. Es geht weniger um die letzte Nachkomma-Stelle bei der Rate, mehr um Platz, Reichweite und Planbarkeit.

Kaufen oder leasen als Familie?

Familien fahren oft mehr Kilometer und nutzen das Auto länger. Beides spricht für den Kauf: Die Mehrkilometer-Falle des Leasings entfällt, und über fünf bis sieben Jahre relativiert sich der Wertverlust. Dazu kommt der Kinderbonus bei der Förderung – dazu gleich mehr.

Wer hingegen Wert auf ein aktuelles, sicheres Modell legt und alle paar Jahre wechseln will, ist mit Leasing gut bedient. Plus: Das Restwert-Risiko bei den oft teureren Familien-Modellen liegt dann nicht bei dir.

Worauf du als Familie achten solltest

  • Reichweite und Platz vor letzter Kostenoptimierung – ein E-Auto für die Familie muss Alltag und Urlaub können.

  • Wertstabilität: Sie unterscheidet sich stark je nach Modell. Manche Hersteller halten ihren Wert spürbar besser als andere (Quelle: DAT).

  • Förderung mitnehmen: Der Kinderbonus erhöht die staatliche Prämie spürbar (siehe unten).

Welche Modelle sich für Familien anbieten, haben wir hier zusammengestellt: Die besten Familien-E-Autos. Und wenn du wissen willst, welche Stromer 2026 generell vorne liegen, schau in Die besten Elektroautos 2026.

Gewerbe: kurz und konkret

Für Gewerbetreibende sieht die Rechnung anders aus. Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor punkten Elektroautos steuerlich erheblich. Hier wirkt vor allem die Sonderabschreibung.

Wer ein E-Auto zwischen Juli 2025 und Ende 2027 anschafft, kann im Anschaffungsjahr bis zu 75 Prozent abschreiben – die sogenannte Turboabschreibung nach § 7 Abs. 2a EStG (Quelle: Finanztip). Das macht den Kauf für Betriebe steuerlich attraktiv.

Auch hier gilt die THG-Logik: Steht das Unternehmen als Halter im Fahrzeugschein, kann es die Prämie beanspruchen – ob gekauft oder geleast.

Steuervorteile beim Elektro-Dienstwagen

Ein weiterer Aspekt, der für Unternehmen und Mitarbeitende relevant ist: der geldwerte Vorteil. Bei Verbrennern müssen Mitarbeitende monatlich 1 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Bei Elektroautos gilt dagegen nur ein Satz von 0,25 Prozent – also ein Viertel. Das macht das Elektrofahrzeug als Dienstwagen steuerlich deutlich attraktiver – sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber als Argument im Recruiting. Unternehmen zahlen zudem nur 25 Prozent des Bruttolistenpreises als Besteuerungsgrundlage, was E-Auto-Leasing im Gewerbe besonders interessant macht.

Gebrauchte E-Autos 2026: Was du wissen musst

Warum kauft kaum jemand gebrauchte Elektroautos?

Die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos ist bislang verhalten – das hat konkrete Gründe. Der Wertverlust bei Elektrofahrzeugen ist vergleichsweise hoch, was viele Käufer verunsichert. Hinzu kommt die Ungewissheit über den Akkuzustand: Die Batterie ist das teuerste Bauteil eines Elektroautos, und ein degradierter Akku reduziert die Reichweite spürbar. Modelle, die noch ein Batterieleasing-Verhältnis haben, machen die Sache zusätzlich komplizierter.

Das Angebot an gebrauchten Elektroautos wächst trotzdem – viele Leasingrückläufer aus den Boomjahren 2022 und 2023 kommen auf den Markt. Ob Kleinwagen, Kombi oder SUV: Wer gezielt sucht und auf einen Batteriegesundheitsnachweis besteht, findet 2026 gute Elektroautos zu attraktiven Preisen. Gebrauchte Elektroautos sind eine echte Alternative, wenn staatliche Förderungen nicht im Fokus stehen – die gibt es für Gebrauchte nämlich nicht. Ein weiterer Kleinwagen mit attraktiven Leasingraten kann hier jedoch die günstigere Wahl sein.

Was ist ein Elektroauto nach 8 Jahren noch wert?

Elektroautos haben eine Batterielebensdauer von etwa fünf bis zehn Jahren – abhängig von Hersteller, Ladegewohnheiten und Klimabedingungen. Nach acht Jahren liefert der Akku typischerweise noch 70 bis 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität. Reichweite und Leistung gehen entsprechend zurück. Der Restwert des Fahrzeugs fällt erheblich: Ein Elektroauto, das nach drei Jahren noch rund 50 Prozent des Listenpreises wert ist, kann nach acht Jahren unter 20 Prozent liegen.

Wer ein Elektroauto sehr lange nutzen möchte, sollte früh durchrechnen, ob ein Akkutausch wirtschaftlich sinnvoll ist – oder ob ein Modellwechsel günstiger kommt. Für diese Nutzungsdauer gilt: Leasing löst das Problem elegant, weil du das Fahrzeug nach zwei bis vier Jahren zurückgibst und nicht mit Restwert und Batterielebensdauer kämpfst.

Die Förderlage 2026

2026 gibt es wieder staatliche Förderungen – und sie gelten für Kauf und Leasing gleichermaßen. Diese Förderungen sind sozial gestaffelt und lohnen sich besonders für Familien.

Die Eckpunkte laut Bundesumweltministerium und Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle:

  • Förderfähig sind Neuwagen mit Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026 (Quelle: Bundesumweltministerium).

  • Die Förderung ist sozial gestaffelt nach Haushaltseinkommen und Kinderzahl. Familien mit niedrigerem Einkommen erhalten am meisten (Quelle: Finanztip).

  • Antrag seit dem 19. Mai 2026 online bei der Förderzentrale Deutschland, rückwirkend möglich, mit zwölf Monaten Frist ab Zulassung (Quelle: ADAC).

  • Gebrauchtwagen sind ausgeschlossen – gefördert werden nur Neufahrzeuge (Quelle: Allianz).

Für die Kauf-oder-Leasing-Frage heißt das: Die Förderung kippt die Entscheidung nicht in eine Richtung, weil sie für beide Wege gilt. Die Vorteile beim Familienkauf sind trotzdem spürbar: Kinderbonus, THG-Prämie und Kfz-Steuerbefreiung – und dazu staatliche Förderung für die Ladeinfrastruktur. Auch aktuelle Leasingangebote können von der Förderung profitieren, wenn der Leasinggeber sie einpreist.

Du fährst schon elektrisch? Hol dir, was dir zusteht

Egal, ob du dich am Ende für Kauf oder Leasing entscheidest: Sobald du als Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil I stehst, steht dir die THG-Prämie zu – jedes Jahr aufs Neue. Viele lassen dieses Geld liegen, einfach weil sie den Antrag nicht kennen.

Wir kümmern uns darum. Lade deinen Fahrzeugschein hoch, wir übernehmen die Abwicklung beim Umweltbundesamt. Sicher dir deine jährliche Prämie.

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Dein Fazit nach Profil

Eine pauschale Antwort gibt es nicht – aber eine klare Orientierung nach Fahrprofil. Alle drei Alternativen – Kauf, Elektroauto-Leasing, Finanzierung – haben in der Elektromobilität ihre Berechtigung. Mach dir Gedanken darüber, was dir wirklich wichtig ist: Vor allem dein Nutzungsverhalten, deine persönlichen Präferenzen und deine individuellen Bedürfnisse entscheiden, welche Option die beste ist. Die Vorteile und Nachteile von Elektroauto-Leasing versus Kauf hängen am Ende von deinem Fahrprofil ab:

  • Vielfahrer, Langnutzer: Kauf. Du sitzt die Wertverlust-Kurve aus, sparst die Mehrkilometer-Kosten und kassierst die THG-Prämie sicher.

  • Wechselfreudige, Sicherheitsorientierte: Leasing. Du schiebst das Restwert-Risiko weg und fährst stets aktuelle Technik. Prüfe nur die Halterfrage für die THG-Prämie.

  • Eigentum ohne große Einmalsumme: Finanzierung. Voller Eigentumsvorteil, gestreckte Kosten – aber Zinsen und Restwert-Risiko im Blick behalten.

  • Familie: Tendenz Kauf bei langer Nutzung, kombiniert mit Kinderbonus und THG-Prämie. Wer wechseln will, least.

  • Gewerbe: Kauf mit Turboabschreibung prüfen, THG-Prämie als Halter mitnehmen.

Rein rechnerisch lohnt sich für die meisten Langnutzer der Kauf, während Leasing in der aktuellen Restwert-Phase die risikoärmere Option ist. Aktuelle Angebote und weitere Daten zum Thema findest du direkt bei deinem bevorzugten Anbieter – das beste Angebot erkennst du am Leasingfaktor. Rechne deinen eigenen Fall durch – und vergiss die jährliche Prämie nicht.

E-Auto und Familie: Bei langer Nutzung lohnt sich der Kauf samt Kinderbonus und THG-Prämie.

Häufige Fragen: E Auto kaufen oder leasen

Ist E Auto kaufen oder leasen 2026 günstiger?

Ob E Auto kaufen oder leasen günstiger ist, hängt stark von der geplanten Laufzeit und der Fahrleistung ab. Wer ein E Auto länger als fünf Jahre fährt, kann durch den Kauf wirtschaftlich profitieren, da sich der anfängliche Wertverlust über viele Jahre verteilt. Wer dagegen regelmäßig ein neues Modell fahren möchte oder technologische Risiken vermeiden will, fährt mit Leasing häufig planbarer.

Was spricht 2026 für Leasing?

Leasing wird oft als Langzeitmiete bezeichnet. Beim Leasing eines E Autos sind die Einstiegskosten meist geringer als beim Kauf, da keine hohe Einmalzahlung erforderlich ist. Außerdem liegt das Risiko eines starken Wertverlustes beim Leasinggeber. Typische Leasingverträge haben eine Laufzeit von zwei bis vier Jahren.

Welche Nachteile hat der Kauf eines E Autos?

Ein Nachteil beim Kauf sind die hohen Anschaffungskosten. Elektroautos sind in der Regel teurer als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrenner. Zudem trägt der Käufer das Risiko eines möglichen Wertverlustes selbst. Technologische Entwicklungen bei Batterie und Reichweite können den Marktwert beeinflussen.

Wie hoch ist der Wertverlust bei Elektroautos?

Elektroautos verlieren in den ersten drei Jahren im Durchschnitt mehr als 50 Prozent ihres Wertes. Besonders technische Fortschritte bei Batterie, Reichweite und Software wirken sich auf den Markt aus. Wer langfristig plant, relativiert diesen Wertverlust durch eine längere Nutzung.

Ist Leasing oder Kauf besser bei hoher Fahrleistung?

Bei hoher Fahrleistung kann der Kauf sinnvoll sein, da beim Leasing Kilometerbegrenzungen gelten. Werden diese überschritten, entstehen Zusatzkosten. Wer jedoch regelmäßig auf neue Technik umsteigen möchte, kann trotz hoher Kilometerzahl vom Leasing profitieren – allerdings nur bei realistisch gewählter Kilometerzahl im Vertrag.

Welche Rolle spielt die Batterie bei der Entscheidung?

Die Batterie ist das Herzstück jedes Elektrofahrzeugs. Hersteller geben häufig Garantien von fünf bis zehn Jahren. Wer ein E Auto kauft, trägt das langfristige Batterierisiko selbst. Beim Leasing wird dieses Risiko häufig indirekt durch die kürzere Vertragslaufzeit reduziert.