Viele E-Auto-Besitzer hören den Begriff THG-Quote zum ersten Mal in einer Werbeanzeige — und fragen sich danach, ob das wirklich so funktioniert wie versprochen. Was ist die THG-Quote überhaupt, und warum zahlt dir da jemand Geld für dein E-Auto? Wir haben für dich zusammengetragen, was hinter der Treibhausgasminderungsquote steckt, warum sie existiert und was du als E-Auto-Fahrer und Elektroauto-Halter konkret davon hast. Kompakt, datenbasiert und einfach erklärt.

Der THG-Quotenhandel verbindet E-Auto-Halter und Mineralölkonzerne über das Umweltbundesamt.

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet THG-Quote genau?

THG steht für Treibhausgasminderungsquote — die Treibhausgasminderungs-Quote des deutschen Klimaschutzrechts. Der Name ist sperrig, die Idee dahinter einfach: Der Staat zwingt Unternehmen, die fossile Kraftstoffe verkaufen, einen Teil ihrer Emissionen auszugleichen.

Konkret: Wer in Deutschland Benzin oder Diesel in Verkehr bringt, muss seit 2015 nachweisen, dass er einen wachsenden Anteil der CO₂-Emissionen reduziert. Gesetzliche Grundlage: § 37a BImSchG, ergänzt durch die 38. BImSchV. Was das Unternehmen mit dieser Pflicht macht, bleibt ihm überlassen: Biokraftstoffe beimischen oder Zertifikate aus dem THG-Quotenhandel kaufen.

Genau dort kommen E-Auto-Halter ins Spiel. Wer ein E-Auto fährt, spart im Betrieb CO₂ ein — und diese Einsparung ist in Deutschland bares Geld wert. Das Instrument der Treibhausgasminderungsquote macht genau das möglich: Es schafft einen Markt, auf dem du mit deinem Elektroauto Geld verdienen kannst, ohne etwas extra tun zu müssen außer den Antrag zu stellen. Kurz gesagt: Die THG-Quote verbindet Elektroauto-Besitzer mit dem Emissionsausgleich der Industrie. Das E-Auto Geld — also die THG-Prämie — entsteht dabei aus zertifizierten CO₂-Einsparungen, die an Unternehmen verkauft werden.

Warum müssen Mineralölkonzerne eine Minderungspflicht erfüllen?

Die gesetzliche Minderungspflicht

Die Mindestvorgabe liegt 2026 bei 12,1 Prozent CO₂-Einsparung pro Liter abgesetztem Kraftstoff. Schafft ein Unternehmen das nicht, zahlt es 600 Euro Strafe pro Tonne CO₂ — oder es kauft Zertifikate von denen, die nachweislich CO₂ eingespart haben.

Mineralölunternehmen sind damit verpflichtet, entweder selbst in erneuerbare Energien zu investieren oder über den Quotenhandel Treibhausgasemissionen auszugleichen. E-Autos helfen dabei — und für E-Auto-Halter bedeutet das bares Geld aus der Treibhausgasminderungsquote. Vollelektrische Autos erzeugen im Betrieb keine direkten Emissionen. Der Strom gilt als anrechenbar. Je sauberer der Strommix, desto mehr CO₂-Einsparung lässt sich zertifizieren.

Klimaschutz als Marktmechanismus

Der Gesetzgeber hat mit der THG-Quote bewusst einen Markt geschaffen: Auf der einen Seite stehen Mineralölkonzerne mit Minderungspflicht, auf der anderen E-Auto-Besitzer mit zertifizierbaren Einsparungen. Das Instrument setzt auf wirtschaftliche Anreize statt auf reine Verbote. Klimaschutz durch Preissignale — ein Hintergrund, der erklärt, warum das Thema THG-Quote für E-Autos nicht verschwindet.

Die gesetzliche Minderungspflicht steigt bis 2030 auf 25,1 Prozent. E-Autos und ihre Halter rücken damit als Lieferanten von CO₂-Einsparungen immer stärker in den Mittelpunkt.

Die gesetzliche Minderungspflicht steigt bis 2030 von 12,1 auf 25,1 Prozent.

Wie entsteht der Wert, den du verkaufen kannst?

Die Rolle des Umweltbundesamts

Das Umweltbundesamt (UBA) prüft Anträge, berechnet die CO₂-Einsparung pro Fahrzeug und stellt Zertifikate aus. Grundlage: pauschalisierter Stromverbrauch je Fahrzeugklasse und die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen bei der Stromproduktion in Deutschland. Wie viel du gefahren bist oder welchen Stromanbieter du nutzt, spielt keine Rolle.

Pro E-Auto der Klasse M1 wird ein standardisiertes Zertifikat ausgestellt, das eine definierte Menge CO₂-Einsparung repräsentiert — das Handelsobjekt im THG-Quotenhandel.

Fahrzeugklasse und nationaler Strommix ergeben zusammen die zertifizierte CO₂-Einsparung.

Vermittler als Zwischenhändler

Allerdings: Du machst das nicht direkt. Zwischen dir und dem Umweltbundesamt sitzt ein Anbieter — auch THG-Quoten-Vermarkter oder Vermittler genannt — der den Prozess abwickelt und dir einen Teil des Erlöses auszahlt. Diese Anbieter bündeln die Anträge vieler Elektroauto-Halter und verkaufen die Zertifikate gesammelt an quotenpflichtige Unternehmen. Die Differenz zwischen dem, was der Anbieter für die Zertifikate bekommt, und dem, was er dir als THG-Prämie auszahlt, ist seine Marge.

Tipp: Nicht alle Anbieter zahlen gleich viel. Der Erlös, den du aus dem Verkauf der THG-Quote erhältst, hängt direkt von der Marge des Vermittlers ab. Vergleiche die Konditionen verschiedener Anbieter, bevor du unterschreibst.

Was die THG-Prämie 2026 konkret bringt, hängt vom Marktpreis der Zertifikate und vom gewählten Anbieter ab. ADAC und Finanztip ordnen die Prämie als attraktiv ein, schwanken aber bewusst je nach Marktlage und Auszahlungsmodell des Anbieters. Wer konsequent beantragt, macht sein Elektroauto zur jährlichen Einnahmequelle.

Wer kann die THG-Quote beantragen?

Berechtigt ist, wer ein rein batteriebetriebenes E-Auto mit deutscher Straßenzulassung hält. Hybride zählen nicht — diese Autos fahren auch mit Benzin oder Diesel.

Voraussetzungen für die THG-Quote im Überblick:

  • Das Fahrzeug hat „Elektro” in Feld P.3 der Zulassungsbescheinigung Teil I oder den Schlüssel „0004” in Feld 10

  • Die Fahrzeugklasse M1 (PKW) ist in Feld J eingetragen

  • Du bist als Halter eingetragen oder vom Halter bevollmächtigt

  • Das Fahrzeug wurde noch nicht für das laufende Quotenjahr angemeldet

Für Privatpersonen ist die Auszahlung der THG-Prämie steuerfrei. Autos im Betriebsvermögen machen die Prämie steuerpflichtig — Steuerberater fragen.

Tipp: Die THG-Quote gilt für neue und bereits zugelassene E-Autos — egal ob gekauft, geleast oder finanziert.

Schritt für Schritt: So läuft der Prozess ab

Der Ablauf ist für dich als Elektroauto-Halter unkompliziert. Du brauchst nur wenige Minuten, die eigentliche Abwicklung läuft komplett über einen Anbieter:

  1. Anbieter auswählen und Konditionen vergleichen — Auszahlungsmodalität, Servicepauschale, Auszahlungszeitpunkt, AGB und Kündigungsfristen genau lesen

  2. Zulassungsbescheinigung Teil I hochladen — Foto oder Scan reicht aus

  3. Antrag einreichen — der Anbieter meldet dein Elektroauto als Vermittler beim Umweltbundesamt an

  4. UBA zertifiziert — Bearbeitungszeit liegt aktuell bei mehreren Monaten

  5. Auszahlung der THG-Prämie — nach erfolgreicher Zertifizierung überweist der Anbieter den Erlös

Achtung — zwei Fristen, die du kennen musst:
Die praktische Empfehlung für dich als Elektroauto-Besitzer: Reiche deinen Antrag bis Anfang November des laufenden Quotenjahres bei deinem Anbieter ein. So hat der Vermittler genug Puffer, um alles fristgerecht beim UBA einzureichen.
Die gesetzliche UBA-Systemfrist: Der Gesamtprozess (Unternehmen → Umweltbundesamt) läuft bis zum 28. Februar des Folgejahres. Wer seinen Antrag beim Anbieter zu spät einreicht, riskiert, das Quotenjahr zu verpassen.

Anfang November: Antrag beim Anbieter einreichen. 28. Februar des Folgejahres: gesetzliche UBA-Systemfrist.

Fünf Schritte vom Fahrzeugschein bis zur Auszahlung der THG-Prämie.

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Was beeinflusst die Prämienhöhe?

Rein rechnerisch hängt die THG-Prämie von drei Faktoren ab:

  • Marktpreis der CO₂-Zertifikate: steigt mit der wachsenden Minderungspflicht der Unternehmen — bis 2030 auf 25,1 Prozent

  • Marge des Vermarkters: variiert stark zwischen den verschiedenen Vermittlern und Plattformen

  • Fahrzeugklasse: für Schwerlastfahrzeuge und Ladepunktbetreiber gelten andere Berechnungsgrundlagen als für E-Autos und PKW — der Erlös aus dem Quotenhandel fällt entsprechend anders aus. Unter den berechtigten Autos sind PKW (M1) die häufigste Gruppe

Was keine Rolle spielt: wie viel du gefahren bist, welchen Stromanbieter du nutzt oder wann im Jahr du lädst. Die Auszahlung der THG-Prämie läuft pauschal pro E-Auto, nicht nach tatsächlichem Energieverbrauch.

Bei wirkaufendeinethg.de liegt die Servicepauschale bei höchstens 10 Prozent. Vergleiche diesen Wert mit anderen Anbietern, bevor du dich entscheidest.

Die Höhe der THG-Prämie schwankt außerdem je nach Marktsituation und Nachfrage der verpflichteten Unternehmen. Wer früh im Jahr seinen Antrag für das E-Auto stellt, sichert sich die zum Zeitpunkt der Zertifizierung gültigen Erlöse.

Welche Fahrzeuge sind beim THG-Quotenhandel berechtigt?

Nicht nur E-Autos profitieren vom THG-Quotenhandel. Berechtigt sind alle zulassungspflichtigen, vollelektrischen Autos und Fahrzeuge.

E-Autos (PKW, Klasse M1)

Das sind die häufigsten Anträge. Privatpersonen mit einem rein batteriebetriebenen Elektroauto stellen den Großteil. Plug-in-Hybride sind seit 2026 endgültig ausgeschlossen, da diese Autos auch mit fossilem Kraftstoff betrieben werden können. Entscheidend ist der Eintrag in der Zulassungsbescheinigung Teil I — steht dort „Elektro” in Feld P.3 oder der Schlüssel „0004” in Feld 10, ist dein Elektroauto dabei.

E-Motorräder, E-Roller und andere Fahrzeugklassen

E-Motorräder ab 45 km/h (L3e, L4e, L5e, L7e) können ebenfalls am THG-Quotenhandel teilnehmen — ebenso E-Transporter (N1–N3) und E-Busse (M3). Auch hier gibt es Geld: eine jährliche Auszahlung der THG-Prämie je nach Klasse. E-Roller unterhalb der Zulassungspflicht (L1e, L2e, L6e) sind ausgeschlossen.

Ladepunktbetreiber

Wer eine öffentliche oder halb-öffentliche Ladeinfrastruktur betreibt, kann die durchgeleitete Energie ebenfalls in den Quotenhandel einbringen. Für gewerbliche Ladepunktbetreiber gelten eigene Regelungen und höhere Volumen. Das E-Auto Geld verdienen über Ladepunkte funktioniert anders als bei privaten Autos — eigene Voraussetzungen, höhere Prämien.

Vom E-Auto über E-Motorrad bis zum Ladepunkt: vier Berechtigungsgruppen im THG-Quotenhandel.

So wählst du den richtigen Anbieter

Der gesetzliche Rahmen ist klar geregelt — was stark variiert, sind die Konditionen der einzelnen Anbieter. Nicht jeder zahlt gleich viel, und nicht jede Plattform kommuniziert transparent.

Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest

Diese Punkte helfen dir, die Angebote seriöser Anbieter zu erkennen:

  • AGB lesen: Achte auf Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen. Manche Plattformen binden dich automatisch für mehrere Jahre — wichtig zu wissen, bevor du unterschreibst

  • Servicepauschale transparent: Der Anteil, den der Vermarkter als Gebühr einbehält, sollte klar ausgewiesen sein, bevor du den Vertrag abschließt

  • Nutzerbewertungen prüfen: Portale wie Trustpilot sind ein hilfreicher Hintergrund — Erfahrungen anderer Elektroauto-Besitzer zeigen, wie zuverlässig eine Plattform bei Auszahlung und Kommunikation ist

  • Auszahlungsmodell verstehen: Wird der Erlös direkt nach Zertifizierung überwiesen? Oder gibt es Wartezeiten? Die Höhe der THG-Prämie ist das eine — wann die Auszahlung der THG-Prämie tatsächlich erfolgt, das andere

Tipp: Einnahmen aus der THG-Quote sind für Privatpersonen steuerfrei. Elektroauto-Besitzer im betrieblichen Kontext sollten die steuerliche Behandlung mit ihrem Steuerberater klären.

Bei wirkaufendeinethg.de sind die Konditionen vor der Anmeldung vollständig einsehbar. Die Servicepauschale liegt bei höchstens 10 Prozent — ein Wert, den du beim Vergleich der Angebote anderer Anbieter als Referenz nutzen kannst.

Vier Kriterien für die Wahl eines seriösen THG-Quoten-Anbieters.

Leasingfahrzeuge und die THG-Quote

Ein häufig übersehener Punkt: Auch E-Autos, die geleast oder finanziert sind, können grundsätzlich am THG-Quotenhandel teilnehmen. Die THG-Quote kann für neue und bereits zugelassene E-Autos beantragt werden, unabhängig davon, ob du das Auto kaufst, least oder finanzierst.

Allerdings kommt es beim Leasing auf den Vertrag an. Formal ist der Halter antragsberechtigt — beim Leasing ist das in der Regel der Leasinggeber, nicht der Fahrzeugnutzer. Was das für dich bedeutet:

  • Manche Leasinggeber haben eigene Vereinbarungen mit THG-Vermarktern und beanspruchen das Zertifikat für ihre E-Autos selbst

  • Manche Leasinggeber übertragen die Berechtigung an den Nutzer — dann kannst du selbst Geld verdienen

  • Beim Leasingvertragsabschluss nachfragen: Wer beantragt die THG-Quote für das E-Auto — und wer bekommt die Auszahlung der Prämie?

Wer das vorab klärt, vermeidet, dass der Erlös aus der THG-Quote anderswo landet.

Privat steuerfrei, betrieblich steuerpflichtig: die steuerliche Behandlung der THG-Prämie.

Fazit

Die THG-Quote ist kein Geschenk des Staates — sie ist ein Marktmechanismus. Mineralölkonzerne brauchen CO₂-Einspar-Nachweise, E-Auto-Halter können diese liefern. Was dabei rauskommt, hängt vom Marktpreis der Zertifikate und vom Anbieter ab, den du als Vermittler wählst.

Wenn du ein Elektroauto hältst und die THG-Prämie noch nicht beantragt hast: Der Aufwand ist gering. Ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil I, wenige Minuten Formular, und du machst mit deinem Elektroauto Geld verdienen. Wichtig: Antrag frühzeitig vor Anfang November einreichen — so hat dein Anbieter ausreichend Puffer, bevor die gesetzliche UBA-Systemfrist am 28. Februar des Folgejahres greift.

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Häufige Fragen zur THG-Quote

Was versteht man unter der THG-Quote?

Wer fragt, was die THG-Quote ist, bekommt die Kurzantwort: ein klimapolitisches Instrument in Deutschland, das Mineralölunternehmen verpflichtet, CO₂-Emissionen aus dem Kraftstoffverkehr auszugleichen. Elektroauto-Halter können die CO₂-Einsparungen ihres Elektroautos beim Umweltbundesamt zertifizieren lassen und die Zertifikate über Vermarkter verkaufen. Die Vergütung nennt sich THG-Prämie – Geld verdienen mit deinem Elektroauto, ohne etwas extra fahren zu müssen.

Wer hat Anspruch auf die THG-Prämie?

Anspruch haben Besitzer und Halter von rein batteriebetriebenen Elektroautos und anderen E-Fahrzeugen mit deutscher Straßenzulassung – Privatpersonen wie Unternehmen. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen. Auch zulassungspflichtige E-Motorräder, E-Transporter und E-Busse sind antragsberechtigt. Pro Elektroauto und Quotenjahr darf die THG-Quote nur einmal beantragt werden. Wer mehrere Elektroautos hält, verdient entsprechend mehrfach.

Wie hoch ist derzeit die THG-Quote?

Die Minderungspflicht liegt 2026 laut zoll.de bei 12,1 Prozent CO₂-Einsparung pro Liter abgesetztem Kraftstoff. Bis 2030 steigt die THG-Quote auf 25,1 Prozent. Die Höhe der THG-Prämie, die du als Elektroauto-Besitzer im Gegenzug bekommst, hängt vom Marktpreis der Zertifikate und vom gewählten Anbieter ab.

Ist die THG-Quote vertrauenswürdig?

Ja – der Rahmen ist gesetzlich geregelt nach § 37a BImSchG, die Zertifizierung läuft über das staatliche Umweltbundesamt. Was variiert, ist die Seriosität der Plattformen und Vermarkter. Als Elektroauto-Fahrer solltest du auf transparente Servicepauschalen, klare Kündigungsfristen und nachvollziehbare Auszahlungsmodalitäten achten. Trustpilot-Bewertungen anderer Elektroauto-Besitzer geben dabei einen guten ersten Blick.