Die THG-Prämie bekommen E-Auto-Halter jedes Jahr aufs Neue, und trotzdem lassen viele sie liegen. Sie hängt nicht am Kaufpreis, nicht am Fahrprofil und an keinem Förderprogramm. Sie hängt allein daran, dass ein Elektroauto ohne Verbrenner auf dich zugelassen ist.

Wir haben zusammengetragen, was 2026 gilt: wie hoch die THG-Prämie ausfällt, wo E-Autofahrer sie beantragen, welche Fristen zählen und warum zwischen Antrag und Geld mehrere Wochen liegen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die THG-Prämie — und warum zahlt sie überhaupt jemand?

Die Antwort steht im Bundes-Immissionsschutzgesetz. Unternehmen, die Benzin und Diesel in Verkehr bringen, sind verpflichtet, den Treibhausgasausstoß ihrer Kraftstoffe um einen festgelegten Prozentsatz zu senken. Schaffen sie das nicht aus eigener Kraft, kaufen sie die fehlende Quote von jemand anderem.

Genau hier kommst du ins Spiel. Dein Elektroauto ersetzt fossilen Kraftstoff. Diese Einsparungen lassen sich bescheinigen und als THG-Quoten an ein quotenpflichtiges Unternehmen übertragen. Der Erlös daraus ist deine THG-Prämie.

Wichtig zur Einordnung: Das Umweltbundesamt bescheinigt nur die Strommenge und die daraus errechneten Emissionen. Für den eigentlichen Quotenhandel ist es ausdrücklich nicht zuständig — Quotenstelle ist das Hauptzollamt Frankfurt (Oder). Die ausführliche Erklärung des Mechanismus findest du in Was ist die THG-Quote? Einfach erklärt.

Warum Mineralölkonzerne für deinen Strom zahlen

Der Gesetzgeber hätte den Verkehrssektor über Verbote steuern können. Er wählte ein marktwirtschaftliches Instrument: Wer fossile Kraftstoffe verkauft, muss die CO₂-Emissionen seines Sortiments jährlich um einen festen Prozentsatz drücken — oder die fehlende Minderung als THG-Quoten zukaufen.

Für Mineralölkonzerne ist die Rechnung schlicht: Einsparungen an der Raffinerie sind teuer, Emissionseinsparungen aus der Elektromobilität günstig. Deshalb entsteht Nachfrage nach dem, was dein E-Auto ohnehin produziert — vermiedene CO₂-Emissionen.

Die Klimaziele im Verkehr sind der Grund, warum das bleibt. Der Verkehrssektor verfehlt seine Vorgaben in Deutschland am hartnäckigsten. Solange das so ist, bleibt der Druck auf die Quotenverpflichteten — und damit der Klimaschutz-Mechanismus, aus dem deine THG-Prämie stammt.

Woher die THG-Prämie kommt: gesetzliche Pflicht, eingesparte Emissionen, Erlös. KI-generiertes Bild

Was der THG-Quotenhandel eigentlich ist

Ein häufiges Missverständnis: Der THG-Quotenhandel ist keine Börse. Einen amtlichen Kurs für THG-Quoten gibt es nicht. Gehandelt werden THG-Quoten bilateral zwischen Anbietern und quotenpflichtigen Unternehmen, meist in Paketen und zu Preisen, die kein Anbieter veröffentlicht.

Das macht den THG-Quotenmarkt für Einzelne schwer einschätzbar. Der Preis schwankt mit Angebot und Nachfrage, und beides hängt an Faktoren ohne deinen Einfluss: an der Höhe der Quote, am Bestand an E-Fahrzeugen, am Strommix und daran, wie viel Minderung aus Biokraftstoffen in den Markt kommt.

Was sich 2026 geändert hat

Die wichtigste Änderung steht nicht in einer Pressemitteilung, sondern in einer Zahlenreihe im Gesetz. Die Treibhausgasminderungsquote steigt jedes Jahr, 2026 macht sie einen Sprung.

Kalenderjahr Gesetzliche Minderungsquote
2024 9,35 Prozent
2025 10,6 Prozent
2026 12 Prozent
2027 17,5 Prozent

Quelle ist § 37a Absatz 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Von 10,6 auf 12 Prozent ist ein spürbarer Schritt, 2027 zieht die Quote noch einmal an.

Was heißt das für dich? Je höher die Quote, desto mehr THG-Quoten müssen die Verpflichteten beschaffen. Die Nachfrage nach bescheinigten Mengen wächst also strukturell. Das ist der Grund, warum es diesen Markt überhaupt gibt und warum er auf absehbare Zeit nicht verschwindet.

Eine zweite Änderung betrifft das Verfahren: Das Umweltbundesamt erhebt seit dem 17. April 2026 Verwaltungsgebühren für die Bearbeitung, geregelt in der Besonderen Gebührenverordnung des zuständigen Bundesministeriums. Für dich als Halter ändert das nichts am Ablauf: Du reichst weiterhin bei uns ein, nicht beim Amt.

RED III: warum die Quote überhaupt steigt

Die Zahlenreihe im Gesetz kommt nicht aus dem Nichts. Hinter ihr steht RED III, die dritte Fassung der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie. Sie zieht die Anforderungen an erneuerbare Energie im Verkehr schrittweise an und bindet die Mitgliedstaaten.

Deutschland setzt RED III über das Bundes-Immissionsschutzgesetz um; die Prozentsätze in § 37a sind das Ergebnis. Wichtig für dich: Diese Rahmenbedingungen sind langfristig beschlossen, nicht Gegenstand jährlicher Gesetzesänderungen. Wer heute ein Elektrofahrzeug fährt, bekommt die Prämie auch im nächsten Jahr.

Ob RED III den Preis treibt, ist eine andere Frage: Steigende Quoten erhöhen den Bedarf, aber auch den Anreiz, Minderung anderswo zu beschaffen. Wer dir für 2026 einen Preis vorhersagt, rät.

Die gesetzliche Minderungsquote nach § 37a BImSchG, 2024 bis 2027. KI-generiertes Bild

Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?

Bei uns bekommst du für dein E-Auto eine Garantie auf 200 Euro THG-Prämie. Bist du neu bei uns, kommen 100 Euro Neukundenbonus dazu.

Garantie heißt genau das: Der Betrag steht fest, sobald du den Antrag stellst. Der Preis für THG-Quoten schwankt am Markt, teils erheblich — dieses Risiko tragen wir, nicht du. Du weißt bei der Antragstellung, was am Ende ankommt.

Allerdings solltest du wissen, woran die Höhe grundsätzlich hängt, wenn dir jemand andere Zahlen nennt.

Was beeinflusst die Höhe der THG-Prämie?

  • Der Preis für THG-Quoten am Markt. Er folgt Angebot und Nachfrage und ändert sich laufend.

  • Die gesetzliche Quote. Steigt die Quote, steigt der Bedarf der Verpflichteten.

  • Die Fahrzeugklasse. Ein E-Bus bringt eine andere Pauschale als ein E-Kraftrad.

  • Die Prämienoption des Anbieters. Eine Garantie und eine erlösabhängige Vergütung sind zwei verschiedene Dinge.

Nicht relevant ist dagegen, wie viel du fährst. Angerechnet wird nicht dein tatsächlicher Verbrauch, sondern ein pauschaler Schätzwert je Fahrzeug. Das Bundesumweltministerium gibt diese Schätzwerte im Bundesanzeiger bekannt, und die anrechenbare Menge ergibt sich schlicht aus der Zahl der Fahrzeuge mal diesem Wert (§ 7 Absatz 3 und 4 der 38. BImSchV). Ein Vielfahrer bekommt für sein Auto dasselbe wie jemand mit 4.000 Kilometern im Jahr.

Garantierter Betrag oder Erlösbeteiligung?

Am Markt stehen zwei Prämienoptionen nebeneinander, und im Vergleich sind sie grundverschieden.

Bei einer Garantie nennt dir der Anbieter die THG-Prämie schon bei Antragstellung. Was die Quote später tatsächlich einbringt, ist dann sein Problem — verkauft er schlechter, zahlt er trotzdem. Verkauft er besser, behält er die Differenz.

Bei einer erlösabhängigen Vergütung bekommst du einen Anteil an den tatsächlichen Erlösen. Das kann mehr sein als ein Festbetrag, aber auch deutlich weniger. Die Höhe der THG-Prämie steht erst fest, wenn die THG-Quoten verkauft sind — also Monate später.

Beides ist legitim. Nur taugen die beiden Modelle nicht zum direkten Vergleich, und genau das macht manchen THG-Prämien-Vergleich unbrauchbar: Eine beworbene Höchstsumme aus einem Erlösmodell steht neben einem garantierten Festbetrag, als wären es dieselbe Zusage. Wir haben uns bewusst für die Garantie entschieden.

Garantie und Erlösbeteiligung sind zwei verschiedene Zusagen. KI-generiertes Bild

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Woran du einen guten THG-Anbieter erkennst

Die THG-Prämie beantragst du nicht selbst beim Amt, sondern über einen Anbieter. Damit wird dessen Wahl zur eigentlichen Entscheidung — und der Markt ist unübersichtlich. Ein Vergleich nach der größten Zahl führt dabei regelmäßig in die Irre.

Fünf Kriterien für den Anbietervergleich

  • Ist die THG-Prämie garantiert oder geschätzt? Ein Anbieter, der „bis zu” schreibt, sagt damit, dass die Zahl nicht die zugesagte ist.

  • Wann wird ausgezahlt? Manche Anbieter zahlen nach der Bescheinigung, andere erst nach dem Verkauf der THG-Quoten.

  • Wie steht es um die Transparenz? Frist, Auszahlungsweg und Kündigung sollten vor dem Antrag lesbar sein, nicht erst in der Bestätigung. Transparenz erkennst du daran, dass ein Anbieter auch die Grenzen seines Angebots benennt.

  • Ist der Anbieter erreichbar? Eine E-Mail-Adresse und ein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift sind das Mindeste.

  • Wie geht der Anbieter mit deinen Daten um? Die Zulassungsbescheinigung Teil I ist ein sensibles Dokument.

Zwei Warnsignale

Das erste Signal: Vorkasse oder Gebühren. Die Beantragung kostet dich beim Anbieter nichts — sein Geld verdient er an der Marge beim Quotenhandel.

Das zweite: Prämien, die aus dem Rahmen fallen. Alle Anbieter kaufen am selben Markt ein. Wer viel mehr verspricht, hat ein Erlösmodell mit unsicherem Ausgang. Für den Vergleich ist die Differenz zwischen zugesagter und beworbener Zahl aussagekräftiger als die Zahl.

Fünf Kriterien für den Anbietervergleich — plus ein Warnsignal. KI-generiertes Bild

Wo beantragst du die THG-Prämie 2026?

Nicht beim Amt. Das ist der häufigste Irrtum unter E-Auto-Besitzern, und er kostet Zeit.

Melden darf nur der Ladepunktbetreiber. Beim nicht-öffentlichen Laden gilt laut Verordnung die Person als Ladepunktbetreiberin, auf die das Fahrzeug zugelassen ist — also du. Praktisch überträgst du diese Rolle einem Anbieter, der die Meldungen vieler Fahrzeuge bündelt und beim Amt einreicht.

Genau das machen wir. Der Weg für dich:

  1. Fahrzeugschein hochladen. Zulassungsbescheinigung Teil I, lesbar fotografiert.

  2. Daten bestätigen. Halter, Fahrzeugdaten, Bankverbindung.

  3. Wir melden ans Umweltbundesamt. Prüfung, Bündelung, Einreichung übernehmen wir.

  4. Auszahlung. Sobald die Strommenge bescheinigt und die Quote übertragen ist.

Was du für die Beantragung brauchst

Die Liste ist kurz, und das ist keine Werbeaussage: Nach § 7 Absatz 2 der 38. BImSchV genügt als Nachweis eine Kopie deines Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I).

  • Ein Bild deines Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I) — Vorderseite genügt, lesbar

  • Deine E-Mail-Adresse für Bestätigung und Rückfragen

  • Eine Bankverbindung, auf die wir die Prämie überweisen

Zwei Tipps aus der Praxis: Wirf vor dem Hochladen einen Blick darauf, ob die Fahrzeug-Identifikationsnummer auf dem Bild zu entziffern ist — unscharfe Fahrzeugscheine sind der häufigste Grund für Nachfragen. Und nutze eine Adresse, in die du auch schaust.

Mehr als diese drei Angaben verlangt die Verordnung nicht. KI-generiertes Bild

Die Kopie bewahren wir übrigens nicht aus Bequemlichkeit auf: Die Verordnung schreibt drei Jahre Aufbewahrung vor und verlangt nach einem Jahr eine aktuelle Kopie. Wer mehrere Jahre hintereinander die THG-Prämie beantragen will, wird also erneut nach dem Fahrzeugschein gefragt.

Wichtig: Pro E-Fahrzeug und Verpflichtungsjahr kann nur ein einziger Anbieter die Meldung machen. Wer parallel bei zwei Stellen einreicht, verzögert damit nur den eigenen Vorgang.

Welche Fahrzeuge sind prämienberechtigt?

Berechtigt sind reine Batterieelektrofahrzeuge, also E-Fahrzeuge ohne jeden Verbrenner. Das ist die harte Grenze, und sie verläuft nicht dort, wo E-Auto-Fahrer sie vermuten.

  • Anrechenbar: rein batterieelektrische Pkw, Krafträder, Nutzfahrzeuge und Busse

  • Nicht anrechenbar: Plug-in-Hybride, Mildhybride, Fahrzeuge mit Range-Extender

  • Nicht anrechenbar: Verbrenner jeder Art, unabhängig vom CO₂-Ausstoß

Entscheidend ist außerdem, wer im Fahrzeugschein steht. Die THG-Prämie bekommt der Halter, nicht der Fahrer und nicht der Eigentümer. Bei Leasing fällt das oft zusammen, aber eben nicht immer. Ein Blick in Feld C.1 der Zulassungsbescheinigung klärt das.

Welche Fahrzeugklasse zählt — und welche nicht

Ob dein Fahrzeug anrechenbar ist, entscheidet nicht der Fahrzeugtyp im Alltagssinn, sondern die Fahrzeugklasse im Fahrzeugschein. Und dort verläuft die Grenze feiner, als die Produktnamen vermuten lassen.

  • Pkw und Kleinbusse (M1, M2) sowie E-Busse (M3) sind anrechenbar

  • E-Transporter und leichte Nutzfahrzeuge (N1), mittelschwere (N2) und E-Lkw (N3) ebenfalls

  • E-Motorräder ab Klasse L3e zählen, darunter stärkere E-Roller; leichte E-Motorräder darunter nicht

  • Leichte E-Roller und Mopeds der Klassen L1e und L2e dagegen nicht — sie fallen aus der Anrechnung heraus

  • Zugmaschinen (T1 bis T5) sind anrechenbar

Die Klasse entscheidet auch über die Höhe: Der pauschale Schätzwert fällt je Klasse anders aus. Ein E-Bus wird mit einem Vielfachen der Menge angesetzt, die für einen Pkw gilt; für die schwersten Fahrzeuge sieht die Verordnung ein eigenes Verfahren vor.

Anrechenbar oder nicht: die Klasse im Fahrzeugschein entscheidet. KI-generiertes Bild

Welche Klasse dein Fahrzeug hat und ob sie antragsberechtigt ist, prüfst du in unserer Übersicht der THG-Fahrzeugklassen. Für Firmenwagen und Fuhrparks gelten dieselben Regeln, nur mit mehr Papier — dazu haben wir THG-Quote für Unternehmen geschrieben.

Info bekommen, wenn es Änderungen zur Fahrzeugklassen gibt.

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Die Fristen 2026 — und der Irrtum, der Geld kostet

Hier verlieren jedes Jahr Leute ihre Prämie.

Es gibt zwei gesetzliche Fristen, und sie gelten für zwei verschiedene Dinge. § 8 Absatz 1 der 38. BImSchV unterscheidet sie klar:

Was gemeldet wird Rechtsgrundlage Frist
Strom für reine Batterieelektrofahrzeuge § 7 der 38. BImSchV 15. November des Verpflichtungsjahres
Strom aus öffentlich zugänglichen Ladepunkten § 6 der 38. BImSchV 28. Februar des Folgejahres

Für dein Auto gilt die erste Zeile: 15. November 2026. Der 28. Februar, der in vielen Ratgebern als „die THG-Frist” auftaucht, betrifft Betreiber öffentlicher Ladepunkte.

Der Stichtag ist eine Ausschlussfrist: Meldungen für zurückliegende Jahre sind ausgeschlossen. Wer den Termin verpasst, bekommt für dieses Jahr keine Prämie — nicht auf Antrag, nicht mit Begründung.

Die Verwechslung ist hartnäckig, weil selbst die Übersichtsseite des Umweltbundesamts beide Paragrafen in einem Satz zusammenfasst und nur den 28. Februar nennt. Maßgeblich ist der Verordnungstext — und der unterscheidet.

Zwei Fristen aus § 8 der 38. BImSchV — nur die linke gilt für dein Auto. KI-generiertes Bild

Unsere Annahmefrist liegt vor dem Stichtag

Weil wir deine Meldung prüfen und weitergeben müssen, liegt unsere eigene Annahmefrist davor: am 10. November 2026. Alle Termine und was du bis dahin erledigt haben musst, findest du in unserem Beitrag zur Antragsfrist der THG-Prämie 2026.

Wann wird die THG-Prämie 2026 ausgezahlt?

Zwischen deinem Antrag und dem Geld liegen fünf Schritte, und der langsamste gehört uns nicht.

So läuft die Auszahlung der THG-Prämie ab

  1. Du reichst ein, wir prüfen die Angaben.

  2. Wir melden die Strommenge beim Umweltbundesamt.

  3. Das Amt prüft und bescheinigt die Menge.

  4. Die THG-Quoten gehen an ein quotenpflichtiges Unternehmen.

  5. Die Auszahlung erfolgt.

Erst mit Schritt vier entstehen Erlöse — das Umweltbundesamt weist ausdrücklich darauf hin.

Rechne mit mehreren Wochen. Wer früh im Jahr beantragt, ist früher durch; wer im November einreicht, wartet über den Jahreswechsel. Einen garantierten Termin nennt seriös niemand, weil Schritt drei bei einer Behörde liegt.

Von der Einreichung bis zur Auszahlung: fünf Schritte, drei davon bei Behörden. KI-generiertes Bild

Was mit deiner Meldung beim Amt passiert

Für die meisten E-Auto-Besitzer ist dieser Teil eine Blackbox. Er ist aber gut dokumentiert, und er erklärt, warum die Auszahlung der THG-Prämie kein festes Datum hat.

Wir melden dem Umweltbundesamt die energetische Strommenge, die für dein E-Auto im Verpflichtungsjahr angesetzt wird. Das Amt prüft die Unterlagen und stellt eine Bescheinigung über diese Menge aus. Diese Bescheinigung ist noch kein Geld — sie ist der Nachweis, mit dem die Minderungsmenge auf die THG-Quoten eines verpflichteten Unternehmens angerechnet werden kann.

Zwei Behörden, zwei Rollen: Das Umweltbundesamt bescheinigt die Strommenge, die Quotenstelle beim Hauptzollamt Frankfurt (Oder) führt die Anrechnung. Drei der fünf Schritte liegen damit außerhalb unseres Einflussbereichs. Genau deshalb ist der Zeitpunkt, zu dem du die THG-Prämie beantragen lässt, die einzige Stellschraube, die dir gehört.

Muss ich die THG-Prämie versteuern?

Für Privatpersonen ist die Prämie in der Regel kein steuerpflichtiger Vorgang — sie lässt sich keiner der sieben Einkunftsarten zuordnen. Anders sieht es aus, wenn das Fahrzeug zum Betriebsvermögen gehört: Dann ist die Prämie eine Betriebseinnahme und wird entsprechend erfasst.

Achtung: Das ist eine allgemeine Einordnung, keine Steuerberatung. Bei gewerblich genutzten Fahrzeugen, gemischter Nutzung oder Sonderfällen gehört die Frage zu deinem Steuerberater. Wir buchen deine Prämie nicht für dich.

Fazit: Was du jetzt tun solltest

Die THG-Prämie ist keine Förderung, die irgendwann ausläuft. Sie ist ein jährlicher Vorgang mit einem harten Stichtag, und der einzige Weg, sie zu verlieren, ist Vergessen.

Der Aufwand lohnt sich: Du brauchst deinen Fahrzeugschein und ein paar Minuten, und am Ende steht ein garantierter Betrag. Die Treibhausgasminderungsquote steigt 2026 auf zwölf Prozent und 2027 weiter — der Markt für THG-Quoten wird eher größer als kleiner.

Sichere dir jetzt die THG-Prämie für 2026, solange bei Rückfragen noch Zeit zum Nachbessern bleibt.

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Häufige Fragen zur THG-Prämie 2026

Wie hoch ist die THG-Prämie für 2026?

Bei uns 200 Euro garantiert für dein E-Auto, plus 100 Euro Neukundenbonus. Der Betrag steht bei Antragstellung fest — der Preis für THG-Quoten schwankt am Markt, dieses Risiko tragen wir und nicht du.

Wo beantrage ich die THG-Prämie für 2026?

Nicht beim Umweltbundesamt, sondern über einen Anbieter, der die Meldung einreicht. Du lädst deinen Fahrzeugschein hoch, den Rest übernehmen wir.

Wann wird die THG-Prämie 2026 ausgezahlt?

Nach der Bescheinigung durch das Umweltbundesamt und der Übertragung der Quote. In der Regel vergehen mehrere Wochen zwischen Antrag und Auszahlung.

Bis wann muss ich die THG-Prämie 2026 beantragen?

Gesetzlich bis zum Ablauf des 15. November 2026. Unsere eigene Annahmefrist liegt davor, am 10. November 2026, damit noch Zeit für Prüfung und Rückfragen bleibt.

Bekomme ich die THG-Prämie jedes Jahr neu?

Ja. Einmal pro Fahrzeug und Kalenderjahr, solange das E-Auto auf dich zugelassen ist.

Gilt die THG-Prämie auch für Plug-in-Hybride?

Nein. Anrechenbar sind ausschließlich reine Batterieelektrofahrzeuge.

Was ist, wenn ich das E-Auto unterjährig gekauft habe?

Das Anmeldedatum spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass das Fahrzeug im Verpflichtungsjahr auf dich zugelassen ist. Verkaufst du es weiter, musst du den neuen Halter über eine bereits erfolgte Meldung informieren — das schreibt § 7 Absatz 5 der Verordnung vor.

Kann ich für ein geleastes E-Auto die Prämie bekommen?

Wenn du im Fahrzeugschein als Halter eingetragen bist, ja. Steht dort die Leasinggesellschaft, gehört der Anspruch ihr.

Muss ich die THG-Prämie versteuern?

Für Privatpersonen ist die Prämie in der Regel kein steuerpflichtiger Vorgang — sie lässt sich keiner der sieben Einkunftsarten zuordnen. Gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen, ist die Prämie eine Betriebseinnahme. Das ist eine allgemeine Einordnung, keine Steuerberatung.